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Kampfmittelfund am 16.01.2018

Kampfmittelfund am 16.01.2018

Bei Sondierungsarbeiten an einer Baustelle an der Tannenbergstraße, wurde am Mittwoch den 16.01.2018 eine britische fünf Zentner Bombe aus dem zweiten Weltkrieg  gefunden. Wie bei einem  Fund dieser Größenordnung üblich,  ging das Ordnungsamt in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr von einem Evakuierungsradius von 250 Metern aus.  Diese Maßnahmen liefen auch planmäßig an.

Leider stellte sich kurz darauf heraus, dass die Bombe äußerst ungünstig - senkrecht mit dem Zünder nach unten in vier Metern Tiefe lag. Hinzu kam, dass der Langzeitzünder abgescherrt war.  Es mussten weitere Feuerwerker zur Einsatzstelle nachalarmiert werden. Aufgrund der Brisanz  wurde der Evakuierungsradius auf 500 Meter erweitert.

Daraus resultierte ein größerer Einsatz der Feuerwehr Datteln in dem auch die Löschzüge 1-3 sowie der Löschzug 5 eingebunden waren. Weiter wurde seitens der Feuerwehr für die vermutlich anstehenden Transporte von nicht gehfähigen, kranken oder Bettlägerigen Patienten ein Patiententransportzug angefordert. (Der »Patiententransportzug 10 NRW« (PT-Z 10 NRW) ist eine Einheit in Zugstärke. ( 22 Personen)

Dieser besteht aus

  • 4 Rettungswagen (RTW),
  • 4 Krankentransportwagen (KTW) und
  • 1 Führungsfahrzeug

 

 

Ebenfalls wie bei einer solchen Einsatzlage üblich, wurde der ELW 2 (Einsatzleitwagen) vom Kreis Recklinghausen mit Personal zur Einsatzstelle alarmiert. Dieser ist notwendig, um  Besprechungen durchführen zu können. Weiter ist dieses Fahrzeug mit Funk und EDV ausgestattet um eine so große Einsatzlage bestmöglich zu koordinieren.

Diese Einheiten gingen an der Wiesenstraße auf dem  Hof der Realschule in Stellung.

Die Evakuierung und die Straßensperrungen erfolgten ab 18 Uhr. Durch Fehlverhalten einiger Bürger kam es zu erheblichen Verzögerungen bei der Evakuierung. Einige Personen wollten ihre Gebäude nicht verlassen und mussten Teilweise unter Zwang und Polizeiunterstützung aus Ihren Wohnungen entfernt werden. Die evakuierten Personen wurden in der Kantine der Kinderklinik, sowie in der Kantine von Becker Plastik betreut.

Nachdem alle Personen den Evakuierungsradius von 500 Metern verlassen hatten konnte um 21:30 Uhr mit der Entschärfung begonnen werden. Bis zu diesem Zeitpunkt war es nicht sicher, ob die Bombe kontrolliert gesprengt werden muss oder  die Entschärfung klappt.

Nach langem Bangen kam um ca. 23:20 Uhr die Nachricht dass die Bombe entschärft werden  konnte.  Während der gesamten Zeit wurde der Grundschutz vom Löschzug Horneburg an Ihrem Gerätehaus, und von Mitgliedern der Löschzüge 1-3 an der Feuer und Rettungswache sichergestellt.

Die Verpflegung der Einsatzkräfte und der zu betreuenden Personen, wurde durch eine Einsatzeinheit des DRK sichergestellt.

Im Verlaufe des laufenden Einsatzes rückte die Hauptamtliche Wache zu einer eingelaufenen Brandmeldeanlage, einem Gasgeruch und mehreren Türöffnungen aus.

Bericht:

Brandamtmann C. Riße